365 Tage Projekt 2022

Beseelt von Falk Frassa und seinem Projekt namens 365 Tage in 52 Wochen, will ich versuchen wöchentlich hier Aufnahmen aus meinem Leben mit Euch zu teilen.

Seine Gedanken zu Achtsamkeit und positivem Denken, der Ansatz von Dankbarkeit und Gelassenheit und natürlich der Bezug zur Fotografie laden mich ein mitzugehen. Es hilft mir mein Leben in betriebsamen Phasen zu sortieren und die wirklich wichtigen Dinge zu sehen.

Ich lade auch Euch ein der Idee von FOTOGRAFIE TUT GUT etwas auf den Grund zu gehen und wenn Ihr mögt, mit mir darüber in den Austausch zu kommen. <Nachricht senden>

Das Projekt macht Pause

Das 365 Tage Projekt macht gerade Pause. Ich komme gerade nicht zur "Alltagsfotografie". Das schmerzt, weil ich es sehr genossen habe bis hier her. Ich hoffe sehr an dem Projekt dran bleiben zu können, im Moment ist erstmal Pause! Vermisst jemand hier meine wöchentlichen Einblicke?

Woche 16  (18.-24.04.)

Vor ein paar Wochen durfte ich ein Super-Zoom Objektiv testen. Diese Woche war ich sehr weitwinklig unterwegs. Mit einem starken Tele ist es leicht ein Motiv zu separieren. Bei Weitwinkel sind die Anforderungen ungleich höher. Plötzlich spielt der Hintergrund, das Licht oder stürzende Linien eine nicht unerhebliche Rolle. Weil mir die Reportagefotografie so liegt, kann ich das mehr an Bildinformation gut für meine Geschichten gebrauchen. Kurzum, ihr hört es vielleicht, diese Art der Fotografie hat es mir im Moment sehr angetan.

Woche 15  (05.-17.04.)

Was heutige Software alles kann. Himmel austauschen, Panoramen zusammenfügen und die Qualität verbessern. Mein Versuch einen Regenbogen festzuhalten, endete mit einer gnadenlos überbelichteten Aufnahme. Der Mensch scheint also die Schwachstelle in der Fotografie zu sein. Werden in Zukunft unsere Telefone mit entsprechender KI die besten Aufnahmen für uns entwickeln? Schwerpunkt die Tage war eine Renovierung. Die Fotografie bei Nacht läßt mich nach wie vor nicht in ruhe und unser Junior hatte sein erstes Vorspielen. So hat das Publikum die Aufführung gesehen. :-)

Woche 14  (04.-10.04.)

Die Woche war nicht langweilig. Zwei vorsorgliche Termin für den Gesundheitscheck brachten nur gute Nachrichten. Ein Spaziergang im Botanischen Garten zeigt, dass die Natur in den Startlöchern steht. Da muss ich in den kommenden Wochen auf jeden Fall nochmal hin. Das Blatt welches wie eine Schlage aussieht, stammt von einer Japanischen Gleditschie. Der Ort im Lehrer Tal bei Ulm hat leider auch schon andere Zeiten erlebt. Die Grundschule hat zum Frühlingsfest geladen. Es fühlt sich komisch an, nahezu ungeschützt mit so vielen Menschen in einem Raum zu sein. Zu guter Letzt hatte ich Gelegenheit wieder ein kleines Lightpainting-Projekt zu machen. Die 16mm Weitwinkel faszinieren mich zunehmend. Die aktuelle Weltgeschichte konditioniert uns in Sachen Farbwahrnehmung. Unsere Jungs sehe überall GELB/BLAU.

Woche 13  (28.03.-03.04.)

Endlich Regen, wir haben schon drauf gewartet. Schon immer hatte ich mir vorgenommen, bodennah mit Spiegelungen zu fotografieren. Bei den ersten Versuchen am frühen Freitagmorgen sind ein paar Langzeitbelichtungen entstanden. Am Samstag hat und der Bäcker seinen Gruß zum Wochenende geschickt und der Schneefall nimmt kein Ende.

Woche 12  (21.-27.03.)

Der Frühling kommt mit großen Schritten, die Sonne scheint auch wenn es morgens noch empfindlich kalt ist. Auch die Industriekletterer steigen. Leider leidet die Natur sehr unter der Trockenheit. Diese Woche habe ich es endlich geschafft den fahrbaren Untersatz vom Staub zu befreien. Auf dem Weg zur Arbeit war ich frühmorgens kurz in der Ulmer Innenstadt unterwegs. Wir haben am Sonntag den Grill erstmals angeworfen, einen kleine Geocacherunde gemacht und sind am Friedhof Ringschnait vorbeigekommen. Seht ihr den Schatz?

Woche 11  (14.-20.03.)

So könnte der Weltuntergang aussehen. Saharastaub und Blutregen brachten diese Woche den Waschanlagen erhöhten Umsatz. Die Woche stand im Zeichen einer Veranstaltungsreportage. In diesem Kontext konnte ich ungewöhnliche Einblicke in das historische Bauwerk erhaschen. Ansonsten sehnen wir uns sehr den Frühling herbei, wir rüsten uns für die Verteidigung und halten uns körperlich fit.
Ernsthaft, es erschreckt mich wie schnell man sich an die Bilder in den Nachrichten gewohnt hat und der Krieg in Europa selbstverständlich Teil unseres Alltags geworden ist. Ich wünschte so sehr, dass das Leiden ein Ende hat. Jeder Tag, jedes Leben und jede Bombe - so sinnlos. Und doch nehmen wir nur noch wenig Notiz, die Maßnahmen der Pandemiebekämpfung werden abgeschafft, die Fußballstadien bis zum Anschlag gefüllt und wir sehen täglich neue Höchststände. Die gezählten Todesfälle sind vergleichbar mit dem Absturz eines Passagierflugzeugs, TÄGLICH! Nur die Farben der Fallzahlen im RKI Dashboard oben rechts brachten mich diese Woche zum Schmunzeln. Wie schnell man doch Assoziationen schafft...

Woche 10  (07.-13.03.)

Am Wochenende waren wir bei bestem Wetter am Bodensee. Der Fliesenboden im Treppenhaus sieht aus wie ein schlecht aufgelöster Film früheren Tagen. Die Kienlesbergbrücke in Ulm erstrahlt in den Farben der Ukraine. Was für eine Welt in der eine Tankfüllung zum Luxusgut geworden ist, tausende Menschen heimatlos durch Europa ziehen und wir gleichgültig zusehen wie die Coronazahlen durch die Decke gehen.

Woche 9  (28.02.-06.03)

Wie alle stehe auch ich fassungslos da bei den aktuellen Ereignissen in der Welt. Im September 2001 stand ich zuletzt so ohnmächtig vor den Bildschirmen. Meine Gedanken sind bei den beteiligten Menschen. Sie zahlen einen so unfassbar hohen Preis und wofür…
Ich fotografiere weiter. Diese Woche durfte ich eine alte Canon 6D mit einem Weitwinkel-Objektiv ausprobieren. (Danke Jürgen) Viele neue Perspektiven sind damit entstanden, es ist total inspirierend und gleichzeitig eine Herausforderung so viel auf einem Bild zu haben. Auch hier hat es mich wieder in den frühen Morgenstunden rausgezogen, um den Himmel festzuhalten. Mit etwas Farbfolie und meinen beiden Stirnlampen ist das Bild der kleinen Kapelle entstanden. Auch ein 500mm Supertele war in der Leihgabe enthalten. Damit entstand das Portrait der Enten.

Woche 8  (21.-27.02.)

Diese Woche habe ich zwei Dinge für mich entdeckt. Zum einen wie entspannend ein Spaziergang über den Friedhof sein kann. Wie unterschiedlich die Örtlichkeiten von Dorf zu Dorf und Stadt zu Stadt sind. Wieviel Ruhe, Vergangenheit und gleichzeitig Endlichkeit hier ausgestrahlt werden.
Die zweite Entdeckung war, was für schöne Fotos man bei Dunkelheit machen kann. Ich als Frühaufsteher hätte schon länger auf die Idee kommen können, einfach mal rauszugehen. Eine Stadt die erwacht, die Dunkelheit welche von der aufgehenden Sonne vertrieben wird oder einfach nur die Frühlingssonne welchen mit den Wolken spielt. Alles wunderschöne Momente, wenn man sie bewusst wahrnimmt. Ich lade euch ein öfters mit erhobenem Haupt, den Blick in den Himmel gerichtet, durchs Leben zu gehen. Es gibt viel zu entdecken…

Woche 7  (14.-20.02.)

Beim Geocaching sind wir am jüdischen Friedhof vorbeigekommen. Sehr fühlbarer Ort und die Aufgabe den beiden Grundschülern die dunklen Seiten unserer Vergangenheit zu erklären. Aber auch schöne Dinge gab es zu erleben. Die ersten Zeichen von Frühling, die letzten Zeichen von Winter und ich habe eine lange im Schrank befindlichen Analogfilm endlich entwickeln lassen.
Irgendwie fühlt sich dieses Projekt zwischenzeitlich an wie eine Art visuelles Tagebuch. Die künstlerischen Aufnahmen, bei denen etwas bewusst in Szene gesetzt wird, nehmen ab und ich genieße es total beim Stöbern in den vergangenen Wochen mich an die Momente zu erinnern. Sorry wenn es für euch dadurch langweiliger wird!

Woche 6 (07.-13.02.)

Diese Woche habe ich versucht eine andere Kamera in das Projekt einzubauen. Leider ohne Erfolg! Der Apparat ist neuer, besser und schneller, die Qualität auch besser, aber sie passt nicht in die Jackentasche. Damit habe ich sie nicht immer dabei und verpasse die sehenswerten Momente meines Alltags. Das Smartphone ist im Moment (noch) keine Alternative.
Aber ich habe eine Themenlist für Moto-Wochen angefangen. Dabei sind mir viele Ideen durch den Kopf gegangen. Was wen man eine Woche lang nur eine Sache an verschiedenen Orten fotografiert. Oder dieselbe Sache zu unterschiedlichen Zeiten. Da kommt auf jeden Fall noch was…

Woche 5  (31.01-06.02.)

Die Kamera und ich sind quasi eins. Weil sie in die Jackentasche passt, begleitet sie mich überall hin. Noch nie habe ich im Alltag so viel fotografiert. Das letzte Bild ist ein Experiment. Die Technik nennt sich Scanografie. Der Name verrät bereits womit die Aufnahme gemacht ist. Versucht es ruhig mal, damit sind viele lustige „Fotos“ entstanden.

Woche 4  (24. - 30.01.)

Der erste Monat ist fast um und das Projekt macht mir noch immer viel Freude. Ich verspüre keinen Druck fotografieren zu müssen. Es ist mir ein Vergnügen die Kamera immer dabei zu haben. Ich dokumentiere inzwischen profane Dinge aus dem Alltag oder Situationen, die erst auf den zweiten Blick eine Geschichte erzählen. Dadurch entstehen Zeugnisse, die uns später erinnern lassen oder einfach nur Momentaufnahmen, die uns die Welt um uns herum zeigen.

Woche 3  (17.-23.01.)

Das Projekt macht was mit mir. Ich fange an Dinge in meiner Umgebung wahrzunehmen, die mir bislang verborgen geblieben sind. Weil ich die kleine Kamera nun fast immer bei mir habe, kann ich jede Situation einfrieren. Die Erinnerung an den Augenblick kommt beim Betrachten zuhause wieder. Ich erinnere mich oft sehr genau an den Moment, wie hat es gerochen, war es kalt oder warm und sogar wie war meine Stimmung. Nach wie vor experimentiere ich viel.

Woche 2  (10.-16.01.)

Die zweite Woche ist fast um und ich bin täglich auf der Suche nach neuen Motiven. Der Alltag hat uns alle wieder, aber dennoch nehme ich mir (fast) täglich die Zeit ein Motiv für das Projekt zu sehen. Das klappt im Moment so gut, dass ich beschlossen habe mehr als 7 Fotos hochzuladen.

Woche 1  (03.-09.01.)

Die erste Woche war leicht. Die Worte von Falk Frassa klingen noch nach in mir und ich habe so viele Ideen. Wir haben zu Jahresbeginn noch alle frei und sind fast täglich in der Natur unterwegs. Ich will versuchen alle Fotos hier in JPG direkt aus der Kamera zu präsentieren. Damit erspare mir das lange Sitzen am Computer und ihr bekommt einen möglichst authentischen Eindruck von meiner Fotografie.